Willkommen bei Ihrem Radonberater aus München

Als vom Bayerischen Landesamt für Umwelt geprüfte Radon-Fachperson biete ich Ihnen meine Dienstleistungen an:

  • Vorort – Begehung - Begutachtung – Beratung (Radonpotenzial-Quellensuche/Eintrittspfade)
  • Radon-Raumluftprüfungen (Quellensuche, Langzeitmessungen)
  • Raumluftprüfungen bei aktiver Luftprobenahme aus Hohlräumen (Doseman/Sarad)
  • Langzeitmessungen mit Kernspurdosimeter über mehrere Wochen und Monaten zur Überprüfung von Richtwerten oder zur Sanierungskontrolle
  • Baugrunduntersuchungen (Radon) Messungen der Radon-Bodengaskonzentrationen mit Bodengassonden (Doseman in Messkammer)


Mit der RICHTLINIE 2013/59/EURATOM des europäischen RATES vom 05.01.2013 gibt es einen EU einheitlichen Richtwert von 300bq/m³ für Innenräume.
Bis 2018 müssen alle EU-Mitgliedsländer diesen Richtwert durch ländereigene Gesetze umgesetzt haben.
Das bedeutet zukünftig: Personen haben in ihren Wohnungen, an ihren Arbeitsplätzen oder in öffentlichen Gebäuden ein Recht darauf, dass dieser Richtwert eingehalten wird und das ggfs. der vorhandene Radongehalt gemessen wird.

Radon - was ist das?

Bei Radon(rn-222) handelt es sich um ein Zerfallsprodukt von Radium-Ra-226.
Radon ist natürliches auf der Erde zu findendes radioaktives Edelgas.
Für die menschlichen Sinne ist es farblos, geruchlos und nicht zu schmecken.

Abhängig von den örtlichen geologischen Bedingungen und den jeweiligen baulichen Bedingungen der jeweiligen Häuser gelangt Radon als natürliches Bodengas durch Diffusion aus dem Erdboden in bestehende Häuser.

Eintrittspfade von Radon aus dem Erdreich (Quelle SSK)

Folgende Symptombildungen sind möglich:

  • Geologische Bedingungen: offenporiges Gestein
  • Risse und Fugen in Wänden und Böden im Keller
  • Undichte Rohr- und Kabeldurchdringungen
  • Unzureichende räumliche Abdichtungen zwischen Keller und Erdgeschoss
  • Offene Bauweise im Haus fördert Kamineffekte – hohe Radonwerte im Dachgeschoss

 

 

Karte zur Radonkonzentration in der Bodenluft in 1 m Tiefe
(Quelle Strahlenschutzkommission)
Die Quelle für Radonauffälligkeiten in Häusern ist die Radonfreisetzung aus dem natürlichen Untergrund.
In Deutschland findet man erhöhte bzw. hohe Radonkonzentrationen in folgenden Gebieten:
Bayr. Wald, Oberpfalz, Fichtelgebirge, Frankenwald, Erzgebirge, Thürigner Wald, südl. Schwarzwald, Alpenvorland (Miesbach, Traunstein, Rosenheim Dachau, Fürstenfeldbruck).
Die Karte dient nur der Orientierung — die Karte erlaubt keine direkte Aussage über das jeweilige Radonpotenzial z.B. eines Grundstückes - Gewissheit kann nur durch Messungen erlangt werden.

Radon – gesundheitliche Relevanz

In Gebäuden treten meist höhere Radonkonzentrationen als im Freien auf. In Deutschland ist die Hauptquelle für erhöhte Radonkonzentration in Häusern die jeweilige Radonkonzentration in der Bodenluft, dagegen spielen Radonfreisetzungen aus Baumaterialien oder aus Trinkwasser eine untergeordnete Rolle.

In Deutschland beträgt der Jahresmittelwert der Radonkonzentration in Wohnräumen durchschnittlich etwa 50 Bq/m³.

Radon und seine Zerfallsprodukte werden vom Menschen mit der Atemluft aufgenommen. Die gesundheitliche Gefährdung geht weniger vom Radongas selbst aus, das zum größten Teil wieder ausgeatmet wird, sondern von seinen kurzlebigen Zerfallsprodukten die nach dem Einatmen im Atemtrakt abgelagert werden.

Die dabei entstehende energiereiche Alphastrahlung kann zu einer Schädigung der Lungengewebszellen führen und damit die Entstehung einer Lungenkrebserkrankung begünstigen.
Radon wurde 1980 vom internationalen Krebsforschungszentrum der Weltge-sundheitsbehörde (WHO) als krebserregender Stoff für den Menschen eingestuft.

Mit zunehmender Radonkonzentration in den Aufenthaltsräumen steigt das Risiko für Lungenkrebs proportional an,
d. h. je höher die langjährige Radonkonzentration in der Wohnung, desto stärker ist die schädliche Wirkung. Verdoppelt sich die Radon-konzentration, dann verdoppelt sich auch die Wahrscheinlichkeit für eine Lungenkrebserkrankung.

Bei Betrachtung des Risikos an Lungenkrebs zu erkranken, darf das Rauchen nicht außer Acht gelassen werden. Rauchen ist für bis zu 90 % der Sterbefälle durch Lungenkrebs verantwortlich.

Aus epidemiologischen Studien geht hervor, dass das Lungenkrebsrisiko durch Radon bei gleichzeitigem Rauchen erhöht wird.
In absoluten Zahlen betrachtet, treten die meisten radonbedingten Lungenkrebsfälle bei Rauchern auf.

Tab. 1: Wahrscheinlichkeit bis zum 75. Lebensjahr an Lungenkrebs zu sterben in Abhängigkeit von der Radonkonzentration und Rauchverhalten (Quelle: Darby et al., 2005).

 

Radonkonzentration in Bq/m3 Todesfälle je 1000 Nichtraucher Todesfälle je 1000 Raucher
0 4,1 101
100 4,7 116
200 5,4 130
400 6,7 160
800 9,3 216


Es gibt keinen Hinweis für einen Schwellenwert, unterhalb dessen Radon nicht mehr gesundheitsschädlich wirkt.
Radon und Rauchen verstärken sich wechselseitig in ihrer Wirkung. Deshalb haben Raucher ein besonders hohes Lungenkrebsrisiko durch Radon.

Radon messen

Prinzipiell stehen für die Messung von Radon unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Für einen Privat-Haushalt bietet sich das handhabbare und preiswerte Dosimeter nach dem Kernspurmessverfahren an. Es ist besonders gut zur Messung der Radon-Konzentration in Innenräumen geeignet. Platziert wird das Dosimeter über drei bis zwölf Monate an verschiedenen Stellen in Haus – üblicherweise in Räumen, die häufig genutzt werden.
Eine Drei-Monats-Messung sollte innerhalb der Heizperiode liegen, da im Sommer häufiger gelüftet wird und die Messungen daher weniger aussagekräftig sind. Für das Ausmessen eines Einfamilienhauses werden mindestens zwei Kernspurdosimeter empfohlen.

Radon Richtwerte

Bislang gibt es in Deutschland keine gesetzlichen Regelungen, die Radon-Messungen oder bestimmte Grenzwerte für Radon in Wohngebäuden vorschreibt. Bisher galt in Deutschland ein empfohlener Richtwert von 250 bq/m³. Für die WHO (Weltgesundheitsorganisation) besteht schon bereits ab 100bq/m³ eine signifikant Gefahr für die Gesundheit.

Bis 2018 muss die Euratom Richtlinie mit ihrer Richtwerteempfehlung von 300bq/m³ auch in Deutschland gesetzlich umgesetzt worden sein.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt werden Vermieter, Hausverkäufer nicht mehr auf die Radon-Messwerte ihrer Immobilien "verzichten" können - entsprechende Nachweise "niedriger Werte" werden ein Bewertungskriterium für Gebäude mit darstellen.
Bei Sanierungen (vor allem auch energetischer Art) sollte daher ebenso wie bei Neubauten bereits jetzt auch im Hinblick auf diese künftigen gesetzlichen Regelungen geachtet werden.
Wir empfehlen daher Bauherren vor Auftragserteilung zu prüfen, ob mögliche Belastungen durch Radon für ihre Objekte auszuschließen sind oder ob notwendige Maßnahmen im Vorfeld der Baumaßnahmen zu ergreifen sind.